Was sich seit Jahren als Trend abzeichnete, bekommt nun eine gewisse Routine und ist auf dem besten Weg Selbstverständlichkeit zu werden: Die volle Transparenz bezüglich der Herkunft von Produkten.

Einige Skandale waren notwendig um die Sensibilität der Konsumenten und dann auch der Produzenten und Vertreiber diesem Thema gegenüber zu erhöhen.

War Country of Origin-Labelling (COOL) also das Deklarieren der exakten Herkunft für jede Charge eines jeden Lebensmittels früher beinahe nur so etwas wie ein nice-to-have, dem viele Produzenten mit dem Argument der höheren Kosten eher negativ gegenüber standen, zeigt sich nun, dass sich die allgemeine Haltung dazu sehr zu Gunsten der Produktsicherheit und -transparenz geändert hat.

Das spiegelt sich sowohl in der diesbezüglichen EU-Gesetzgebung und der oft sogar strengeren Gesetzgebung und der Einrichtung eigener dem Thema gewidmeter Forschungszentren der Mitgliedsländer wieder. Auch finden immer öfter in den Medien nationale und internationale exekutive Schwerpunktaktionen zur Lebensmittelbetrugsbekämpfung Aufmerksamkeit.

Es ist eben nicht egal, woher ein Produkt stammt. Ob die Aufschrift auf der Produktverpackung auch wirklich hält was sie dann verspricht ist eine weitere Frage, die sich mündige Konsumenten heute stellen. Denn mit dem Mehrwert die die Deklaration einer bestimmten Herkunft mit sich bringt steigt auch das Risiko von Fälschungen.

Die Falschbezeichnung der Herkunft von Erdbeeren ist 2017 ein heißes Thema. Jedes Erdbeeren produzierende Land kämpft damit, dass es Versuche gibt den Konsumenten im Land billigere und möglicherweise auch qualitätsärmere Erdbeeren aus nicht deklarierten Gebieten oder dem Ausland teuer zu verkaufen.

Ein analytischer Herkunftsnachweis durch Isotopenanalyse bietet sich hier an, um dokumentenunabhängige und verlässliche Gewissheit über das Anbaugebiet oder die Fertigungsregion eines Lebensmittels zu bekommen.

Wie berichtet hat in Österreich das Land Burgenland in Kooperation mit der Imprint Analytics hierzu heuer strenge Kontrollen durchgeführt, um den Falschdeklarationen und dem Preisbetrug Einhalt zu gebieten.

Ein finnisches Forschungsprojekt schlägt nun genau in die selbe Kerbe. Die Finnische Lebensmittelbehörde EVIRA und das Institut für natürliche Ressourcen Finnland (LUKE) starteten gemeinsam mit den hiesigen Landwirten eine großangelegte Kampagne, um eine Methode zu entwickeln, die Herkunft finnischer Erdbeeren abzusichern. Als Methode der Wahl führt das LUKE dabei die Analyse stabiler Isotopen an und beruft sich darauf, dass diese Methode bereits auch in Schweden erfolgreich für ähnliche Zwecke eingesetzt wurde.

Imprint Analytics bietet jedem Produzenten, Großhändler, Einzelhändler und sonstigen Interessenten die Durchführung des Herkunftsnachweises durch Isotopenanalyse als Dienstleistung durch ein akkreditiertes Prüflabor an. Mittels des Referenzmustersystems (RMS), bei dem der einzigartige Isotopen-Fingerabdruck der Kontrollprobe (z.B. fragliche Erdbeere) mit dem der Referenzprobe (z.B. Erdbeere gesicherter Herkunft) verglichen wird, kann schnell und eindeutig Klarheit über die Herkunft erlangt und so die Gefahr des Etikettenschwindels professionell umgangen werden.

 

 

Quelle: „Curtailing deception of origin“, Finish Food Safety Authority, 12.06.2017