Neutal, 3.September 2014. Nur eineinhalb Jahre nach ihrer Gründung hat Imprint Analytics nun die offizielle Akkreditierung als Prüflabor nach EN ISO/IEC 17025 erhalten. Als erstes kommerzielles Labor für Isotopenanalytik in Österreich unterstützt Imprint Analytics Industriepartner aus den unterschiedlichsten Branchen bei der Bestimmung von Herkunft, Identität und Authentizität ihrer Produkte und Rohmaterialien.

„Die Akkreditierung ist ein wichtiger Meilenstein, der unsere hohe Dienstleistungsqualität und Prozesssicherheit nun auch offiziell widerspiegelt und das Vertrauen in unser Unternehmen stärkt. Denn für viele Kunden ist die Akkreditierung ein wichtiges Kriterium für die Zusammenarbeit mit uns.“, erläutert Bernd Bodiselitsch, Geschäftsführer Imprint Analytics. „Mit der Erfüllung der internationalen Norm EN ISO 17025 belegen wir, dass Imprint Analytics technisch und methodisch in der Lage ist, akkurate und reproduzierbare Labortests durchzuführen, deren Ergebnisse dann auch allgemein anerkannt sind. Das uns dies in so kurzer Zeit gelungen ist, freut uns natürlich ganz besonders und zeigt unseren Kunden, dass sowohl unser modern ausgestattetes Labor, als auch unsere systematische Arbeitsweise und transparente Dokumentation höchsten Anforderungen gerecht werden. Um diesen Standard nun auch für die Zukunft zu garantieren, werden wir regelmäßig interne Audits durchführen und unsere Prozesse weiter optimieren.“

Isotopenanalyse: Dem Fingerabdruck von Produkten auf der Spur

Imprint Analytics bestimmt die Verhältnisse stabiler Isotope in einem Produkt und interpretiert sie fachkundig. Dies funktioniert grundsätzlich bei jedem Produkt, wie beispielsweise bei Kosmetika, Pharmazeutika, Textilien oder Lebensmitteln. So besteht etwa ein Agrarprodukt und die daraus produzierten Lebensmittel hauptsächlich aus den Bioelementen Wasserstoff, Kohlenstoff, Stickstoff, Sauerstoff und Schwefel. Diese Elemente bestehen wiederum aus zwei oder mehreren stabilen Isotopen. Kohlenstoff besitzt z.B. die zwei stabilen Isotope 12C und 13C. In der Wachstumsphase werden die Isotope durch Boden, Wasser, Luft und Dünger am Standort aufgenommen. Die Isotopenverhältnisse variieren von Ort zu Ort und jedes Produkt erhält dadurch eine natürliche Markierung, den sogenannten „Isotopen-Fingerabdruck“. Somit ist es möglich die Herkunft, die Region aber auch den Erzeugerbetrieb eines Produkts zu bestimmen.

Da der „Isotopen-Fingerabdruck“ auch über Verarbeitungsprozesse hinweg größtenteils unverändert bleibt, ist es nicht nur möglich, die Herkunft eines Produkts festzustellen, sondern es kann auch überprüft werden, ob es sich um ein Bioprodukt handelt und welche natürlichen oder synthetischen Zusätze enthalten sind. Zudem können Chargenvergleiche durchgeführt, Rückschlüsse auf Produktionsverfahren gewonnen, der Nachweis von Patentverletzungen erbracht und Plagiate identifiziert werden. Das bedeutet, man kann eine analytische Herkunfts- und Identitätsprüfung, unabhängig von Dokumenten, allein anhand einer Produktprobe durchführen. Auch im Umweltbereich ist der isotope Fingerabdruck von Bedeutung. Hier ermöglicht er es, Verursacher von Kontaminationen festzustellen sowie den Abbaugrad von organischen Schadstoffen zu überwachen.

Das Prinzip funktioniert zudem auch in die andere Richtung: Durch die gezielte Zugabe einer sehr geringen Menge ausgewählter stabiler Isotope kann das Isotopenmuster eines Produkts bewusst verändert werden. Diese „Markierung“ ist absolut unbedenklich, sowie Geruchs- und Geschmacksneutral und generell bei jedem Produkt möglich. Der große Vorteil besteht z.B. darin, Chargen zu differenzieren, Produkte von Konkurrenzprodukten gleicher Zusammensetzung abzugrenzen bzw. sich gegenüber Plagiaten abzusichern.

Dr. Bernd Bodiselitsch

Dr. Bernd Bodiselitsch

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